Best Practice · Datensicherung

DSGVO-konformes Offsite-Backup — Schweizer Cloud statt US-Hyperscaler

Drei Wege, client-seitig verschlüsselt, Offsite-Ziel in der Schweiz. Die Backup-Strategie, die wir selbst einsetzen — inklusive geübtem Restore.

Stand: 11.08.2026 · Praxis-Darstellung, keine Rechtsberatung

Was braucht ein DSGVO-konformes Unternehmens-Backup?

  • 3-2-1-Struktur — drei Kopien, zwei Medientypen, eine außer Haus.
  • Client-seitige Verschlüsselung — der Speicheranbieter sieht nie Klartext.
  • Verarbeitungsort — in der EU oder der Schweiz.
  • Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO — samt Eintrag ins Verarbeitungsverzeichnis.
  • Restore-Tests — regelmäßig, in festem Rhythmus.

Umsetzung bei ZICSS: restic, zwei lokale Medien, Offsite-Ziel bei Infomaniak in der Schweiz.

Werbung Transparenz: Diese Seite enthält Partner-Links zu Infomaniak. ZICSS nutzt die genannten Dienste selbst — bei einer Bestellung über einen Partner-Link fließt eine Provision an ZICSS, für Sie ändert sich am Preis nichts.

US-Hyperscaler oder Schweizer Anbieter?

Beide Wege lassen sich rechtskonform gestalten — der Aufwand dafür unterscheidet sich deutlich.

Kriterium US-Hyperscaler Schweizer Anbieter (z.B. Infomaniak)
Rechtsraum des Betreibers USA — CLOUD-Act-Zugriff möglich Schweiz — kein Zugriff nach US-Recht
Grundlage für die Übermittlung Nur mit Zertifizierung, sonst SCC plus TIA Angemessenheitsbeschluss — keine Zusatzinstrumente
Speicherort Region wählbar, Konzern bleibt US-amerikanisch Eigene Rechenzentren in der Schweiz
Dokumentations-Aufwand AVV, Zertifizierungs-Prüfung, TIA, Nachkontrolle AVV und Verarbeitungsverzeichnis
Wirkung eigener Verschlüsselung Entschärft das Risiko deutlich Entschärft das Risiko deutlich
Kostenmodell Speicher plus Traffic-Gebühren, schwer planbar Meist Pauschaltarif — Preise beim Anbieter

Diese Gegenüberstellung ist eine Praxis-Einordnung aus Betreibersicht und ersetzt keine Rechtsberatung. Welche Grundlage im Einzelfall trägt, hängt von den verarbeiteten Daten, den Verträgen und dem konkreten Anbieter ab — im Zweifel klärt das ein Fachanwalt für IT-Recht oder der Datenschutzbeauftragte.

kDrive lässt sich per WebDAV als Ablage für ein verschlüsseltes restic-Repository einbinden.

Woraus die 3-Wege-Strategie besteht

Der Kern ist das Verfahren, nicht der Anbieter — deshalb steht die Verschlüsselung vor dem Upload.

restic als Backup-Motor

Open Source, quelloffen prüfbar, herstellerunabhängiges Repository-Format. Verschlüsselt und dedupliziert, bevor die Daten das Gerät verlassen — der Anbieter sieht nur unlesbare Blöcke.

kDrive als Offsite-Ziel

Liegt in eigenen Rechenzentren in der Schweiz. Einbindbar per WebDAV — direkt oder über rclone. kDrive ansehen Partner-Link*

Swiss Backup als Alternative

S3-kompatible Schnittstelle, die restic nativ anspricht. Der geradlinigere Weg ohne Datei-Sync. Swiss Backup ansehen Partner-Link*

Zwei lokale Medien

Rücksicherung von lokaler Platte läuft um Größenordnungen schneller. Das zweite Medium liegt getrennt — Schutz gegen Brand, Wasser, Diebstahl.

Automatisierung + Monitoring

Ein Backup, an das jemand denken muss, findet irgendwann nicht mehr statt. Läufe zeitgesteuert, protokolliert, mit aktiver Fehlermeldung.

Restore-Test-Routine

In festem Rhythmus eine echte Rücksicherung plus automatische Integritätsprüfungen. Getestet wird die ganze Kette — auch die Verfügbarkeit des Schlüssels.

Leistung von ZICSS

Das klingt nach viel Technik?

Wir richten die komplette Backup-Strategie für Sie ein: verschlüsselt, automatisiert, mit dokumentiertem Restore-Test.

Ein Verschlüsselungs-Schritt, drei Ziele

Verschlüsselt auf dem Quellsystem — erst danach auf drei getrennte Wege, einer davon außer Haus.

Ablauf der 3-Wege-Backup-Strategie Laptop und Server werden mit restic client-seitig verschlüsselt und anschließend auf drei Ziele gesichert: ein lokales Medium, das Offsite-Ziel Infomaniak kDrive in der Schweiz und ein zweites, getrennt gelagertes Medium. Aus den Zielen führt ein Restore-Test zurück zum Quellsystem. 01 · QUELLEN 02 · VERSCHLÜSSELUNG 03 · DREI ZIELE RESTORE-TEST Laptop / Arbeitsplatz Projektdaten, Dokumente Server / Anwendung Datenbanken, Dateien restic AES-256 · client-seitig Verschlüsselt, bevor die Daten das Gerät verlassen WEG 1 · VOR ORT Lokales Medium Schnellste Wiederherstellung WEG 2 · OFFSITE Infomaniak kDrive (CH) Rechenzentren in der Schweiz WEG 3 · AUSGELAGERT Zweites Medium Getrennt gelagert, gegen Ortsschaden

Der Schlüssel bleibt beim Verantwortlichen — kein Ziel im Diagramm sieht jemals Klartext.

restic spricht die S3-Schnittstelle von Swiss Backup direkt an.

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DSGVO-konformes Backup — häufige Fragen

Ist Infomaniak kDrive DSGVO-konform nutzbar?

Ja, für einen Verantwortlichen in der EU ist das grundsätzlich machbar. Infomaniak ist ein Schweizer Anbieter mit eigenen Rechenzentren in der Schweiz, und die EU-Kommission hat der Schweiz ein angemessenes Datenschutzniveau bescheinigt — eine Übermittlung dorthin braucht deshalb keine zusätzlichen Standardvertragsklauseln. Nötig bleibt trotzdem ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO sowie der Eintrag im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten. Wer die Daten wie bei ZICSS vor dem Upload client-seitig verschlüsselt, reduziert die Rolle des Speicheranbieters zusätzlich auf reine Blob-Ablage.

Reicht ein Cloud-Backup als einzige Sicherung aus?

Nein. Ein einzelnes Backup-Ziel ist ein einzelner Ausfallpunkt — ob Cloud oder Festplatte spielt dabei keine Rolle. Die gängige Faustregel der Backup-Praxis ist die 3-2-1-Regel: drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Medientypen, davon eine an einem anderen Ort. Die Cloud deckt in diesem Modell das Offsite-Exemplar ab. Ein lokales Medium bleibt daneben sinnvoll, weil eine Wiederherstellung von dort deutlich schneller läuft als über die Internetleitung.

Was kostet ein DSGVO-konformes Offsite-Backup?

Der Speicher selbst ist meist der kleinere Posten: restic ist Open Source und kostenlos, die lokalen Medien sind eine einmalige Anschaffung, und beim Cloud-Ziel zahlt man den Tarif des Anbieters. Aktuelle Preise für Infomaniak kDrive und Swiss Backup stehen beim Anbieter — sie ändern sich, deshalb nennt ZICSS hier bewusst keine Zahlen. Der größere Aufwand steckt in der Einrichtung: Auswahl der zu sichernden Daten, Automatisierung, Monitoring und die Restore-Test-Routine.

Warum restic und nicht das Backup-Tool des Cloud-Anbieters?

Weil restic die Daten verschlüsselt, bevor sie das eigene Gerät verlassen. Der Speicheranbieter sieht damit nur unlesbare Blöcke, nie Dateinamen oder Inhalte — das entschärft die Frage nach dem Speicherort erheblich. Dazu kommt: restic ist Open Source und quelloffen prüfbar, arbeitet mit Deduplizierung und Snapshots, und schreibt in ein herstellerunabhängiges Repository-Format. Ein Wechsel des Speicherziels bedeutet dadurch keinen Wechsel des Backup-Verfahrens.

Wie oft sollte eine Wiederherstellung getestet werden?

Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung und kein Backup. ZICSS testet die Wiederherstellung in einem festen Rhythmus und zusätzlich nach jeder größeren Änderung an der Backup-Konfiguration. Ein sinnvoller Mindeststandard für kleine Unternehmen: einmal pro Quartal eine echte Rücksicherung in eine getrennte Umgebung, dazu automatisierte Integritätsprüfungen des Repositories. Wichtig ist, dass der Test die gesamte Kette abdeckt — inklusive der Frage, ob der Entschlüsselungs-Schlüssel im Ernstfall überhaupt verfügbar ist.

Was ist der Unterschied zwischen kDrive und Swiss Backup?

kDrive ist der Cloud-Speicher von Infomaniak für Dateien und Zusammenarbeit — er lässt sich über WebDAV ansprechen und eignet sich damit auch als Ablageziel für ein verschlüsseltes Backup-Repository. Swiss Backup ist das dedizierte Backup-Produkt desselben Anbieters und stellt unter anderem eine S3-kompatible Schnittstelle bereit, die restic nativ unterstützt. Wer ohnehin mit kDrive arbeitet, nutzt es als Offsite-Ziel mit; wer ein reines Backup-Ziel sucht, fährt mit dem S3-Weg technisch geradliniger.

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Infomaniak, kDrive und Swiss Backup sind Produkte bzw. Marken der Infomaniak Network SA. ZICSS ist ein unabhängiger Dienstleister und Partner im Affiliate-Programm des Anbieters. Dieser Text ist eine Praxis-Darstellung und keine Rechtsberatung.

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Zwei Wege zum sauberen Backup

Selbst aufsetzen — restic ist Open Source. Oder den Aufbau von uns einrichten lassen.

Weg 1 · Selbst umsetzen

Speicher direkt beim Anbieter buchen

Beide laufen in eigenen Rechenzentren in der Schweiz: kDrive als Cloud-Speicher, Swiss Backup als reines Backup-Ziel. Tarife beim Anbieter.

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*Partner-Link (Werbung): Bestellen Sie über diesen Link, erhält ZICSS eine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts. ZICSS setzt die genannten Dienste selbst ein — die Empfehlung beruht auf eigener Nutzung, nicht auf der Provision. Die Partner-Links stehen ausschließlich in dieser Spalte.

Weg 2 · Umsetzen lassen

ZICSS richtet die Backup-Strategie ein

Sie beschreiben, was nicht verloren gehen darf — den Rest bauen wir. Ohne Partner-Link, als reguläre Dienstleistung.

  • Analyse: welche Daten und Systeme gesichert werden, wie weit die Historie reicht.
  • Einrichtung: restic client-seitig verschlüsselt, zeitgesteuert, protokolliert, mit Alarm.
  • Doku-Hilfe: Auftragsverarbeitungsvertrag und Eintrag ins Verarbeitungsverzeichnis.
  • Restore-Test: eine echte Rücksicherung, dokumentiert übergeben — inklusive Schlüssel-Frage.